Ihr sitzt zusammen am Schreibtisch von Friedrich Ebert, um seine politischen Ziele wie das Frauenwahlrecht oder die 40-Stunden-Woche zu erreichen.
Doch immer wieder kommen neue Briefe mit Wünschen und Forderungen aus allen Gesellschaftsschichten auf euren Schreibtisch. Je nach Kapitel müsst ihr auf die Anliegen und Aktionen der Kaisertreuen, der Militärs, der Revolutionäre oder der Gegner der Republik reagieren. Und eure Genossen haben ebenso wie die allgemeine Bevölkerung auch ihre eigenen Vorstellungen.
Wenn ihr euch nicht um die Forderungen in den Briefen kümmert, steigt die Spannung in den jeweiligen Gruppen, bis das politische Gleichgewicht kippt und ihr das Spiel verloren habt.
Wenn ihr aber immer nur auf die Bedürfnisse anderer reagiert, könnt ihr die notwendigen Reformen nicht durchführen und scheitert ebenfalls.
Habt ihr die hereinströmenden Briefe geöffnet, dürft ihr pro Runde nur einen Brief bearbeiten. Dadurch erhaltet ihr Einflussmarker, mit denen ihr entweder die Spannung in den Bevölkerungsschichten reduzieren oder an eurem nächsten Meilenstein der politischen Ziele arbeiten könnt. Habt ihr genug Einflussmarker gesammelt, um den Meilenstein zu erreichen, erhaltet ihr eine kleine Zusatzbelohnung in Form von weiteren Einflussmarkern, um die aufgestaute Spannung zu reduzieren. Eine kurze, aber wichtige Atempause!
Und schon liegt der nächste Posteingang bereit...
Erst wenn alle politischen Meilensteine erreicht sind, ohne dass die Spannungen zu groß geworden sind, habt ihr das Spiel gewonnen.
Sucht ihr die wahre Herausforderung? Dann nehmt das Modul "persönliche Ereignisse" hinzu, das euch noch mehr abverlangt - euch aber auch mit zusätzlichen Optionen belohnt, wenn ihr die zusätzlichen Herausforderungen meistert. Durch viele persönliche Ereignisse verläuft jedes Spiel anders.
Das Spiel vermittelt in 4 voneinander unabhängig spielbaren Kapiteln (Kaiserzeit, 1. Weltkrieg, Revolutions-Phase und Weimarer Republik) den Druck der Bevölkerung und Gesellschaft auf führende Politiker: Es gibt immer mehr Anforderungen als sofort bearbeitet werden können und es müssen Prioritäten gesetzt werden, ohne die Ziele aus den Augen zu verlieren.
Nebenbei werden die geschichtlichen Ereignisse in persönlich formulierten (fiktiven) Briefen näher gebracht und in einen zeitlichen Zusammenhang gestellt. Nähere Informationen zu den einzelnen Ereignissen in der Chronik runden das Geschichtserlebnis ab.
Das Spiel ist die analoge Umsetzung des online spielbaren digitalen Spiels gleichen Namens, das den Deutschen Computerspiel-Preis 2024 in der Kategorie "Serious Game" erhalten hat. Es wurde in Zusammenarbeit von Playing History und der Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte entwickelt.
Das digitale Spiel kann hier gespielt werden:
https://ebert-gedenkstaette.de/das-spiel/